Jürgen Meier
Thomana 800/ HOFPAUSE

HOFPAUSE ist die Verknüpfung von Musik und Projektion im Außenbereich als Audio-visuelles Event. Bilder und Klänge aus der 800jährigen Geschichte der Thomaskirche werden zu einer 15-minütigen „Hofpause“

verbunden.   Die Thomaner sind – wie so oft – zur Pause  auf den Thomaskirchhof gekommen. In der Verbindung von Hof und Kirche entstehen Rhythmen und Bewegungen, die Jahrhunderte miteinander verbinden. Das Kirchbauwerk dreht und wendet sich im Strom der Jahrhunderte, Bilder  erscheinen, die für diese Zeiträume typisch sind.  Es gleiten Lichtstimmungen, Klänge und Bilder der Jahrhunderte vorbei: Aufnahmen aus der Kirche, Klänge des öffentlichen Raumes, Singen, Bach, Mendelssohn, Chöre unterschiedlicher Zeiten. Die Idee der Pause wird in Klanglandschaften verdeutlicht und repräsentiert Zeit und Vergänglichkeit: Hallfahnen, Pausen zwischen den Sätzen, Notenrascheln und Umblättern, Bewegungsgeräusche, Aufnahmen aus dem Kircheninnern, Geräusche vom Holz, den Treppen und des Geländers, Geräusche der Orgel und verschiedener Musikinstrumente. Klänge bewegen sich  über den Kirchhof und die angrenzenden Plätze. Mit den Klangverläufen bewegen sich die Bildpanoramen synchron auf der Fassade der Thomaskirche. Lichtgeometrien nehmen die Struktur der Klänge auf  und verfremden die Optik und Statik des Gebäudes.

 

HOFPAUSE:

Nordfassade der Thomaskirche Leipzig

3. November 2012

 

Jürgen Meier, Marek Brandt, Sven Ihlenfeld, Rainer Rubbert