Jürgen Meier
Borgesvirtual

 

Borgesvirtual stellt die vollkommene mediale Darstellung von Schrift, die Schaffung virtueller bzw. digitaler Welten durch die Sprache dar, Borges antizipiert in den 30er Jahren das Internet und das Konzept des Hypertextes. Borgesvirtual ist der Versuch von Jürgen Meier und mir, die Kraft der Sprache postulierten hybriden und virtuellen, zeitlosen und raumlosen Welten visuell umzusetzen, die sonst aufgrund der Linearität und Kausalität der Sprache literarisch nicht konkret darstellbar, sondern nur beschreibbar sind.

 

Der Betrachter wird zum Besucher einer Welt, die als virtuelle Bühne Realität ist. Es geht um das Denken und um die Darstellung von Zeit- und Raumlosigkeit sowie von Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Systeme auf einem Fleck, um Punktverdichtung, Implosion, um den ewigen Augenblick, um die simultane Repräsentation des Universums in einem punktuellen, virtuellen Raum.

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Prof. Dr. Alfonso de Toro, Text

Jürgen Meier, Animation

 

 

Link:

Borges-Virtuell in Paroimplant, Münste